
Nicht jede Berliner Genossenschaft nimmt aktuell neue Mitglieder auf. Wer eine Absage oder gar keine Antwort bekommt, hat trotzdem mehrere reale Alternativen, bevor die Suche als aussichtslos gilt.
Die Wohnungsbaugenossenschaft VORWÄRTS eG in Berlin erklärt zum Beispiel offen auf ihrer eigenen Seite, dass sie aktuell keine Neumitglieder aufnimmt, weil bereits für viele Wohnanlagen eigene Wartelisten laufen. Das ist keine Ausnahme: Laut Tagesspiegel ist die Aufnahmepraxis unter den Berliner Genossenschaften stark uneinheitlich, wie unser Warteliste-Guide im Detail erklärt.
Da Berlin laut Tagesspiegel rund 100 Genossenschaften hat, ist eine geschlossene Liste kein Grund, die Suche aufzugeben. Die Berliner Baugenossenschaft (bbg) etwa wirbt aktuell aktiv um neue Mitglieder und hat dafür ein digitales Bewerbungsformular eingeführt. Ein systematisches Anschreiben mehrerer Genossenschaften erhöht die Chancen deutlich gegenüber der Anfrage bei nur einer.
Neben den großen, bekannten Genossenschaften gibt es in Berlin zahlreiche kleinere, die weniger im Fokus stehen und dadurch mitunter kürzere Wartezeiten haben. Diese finden sich seltener in allgemeinen Ratgebern, sind aber genauso real eingetragene Genossenschaften im Sinne des Genossenschaftsgesetzes.
Bei der GWG "Berliner Bär" eG in Köpenick etwa läuft der erste Schritt über einen persönlichen Termin bei der Mitgliederabteilung, nicht über ein reines Online-Formular. Ein direkter, persönlicher Kontakt kann aktuellere Informationen liefern als eine veraltete Webseite.
Während Sie auf eine Rückmeldung von Genossenschaften warten, muss die Wohnungssuche nicht pausieren. Eine parallele Suche am freien Markt über die Wohnungssuche bei Waitly überbrückt die oft lange Wartezeit bis zu einer möglichen Genossenschaftswohnung. Unsere Guides zu den nötigen Bewerbungsunterlagen und zur Anspruchsberechtigung helfen bei der Vorbereitung.
Kontaktieren Sie weitere der rund 100 Berliner Genossenschaften parallel, da sich die Aufnahmepraxis stark unterscheidet.
Ja. Kleinere Genossenschaften stehen seltener im Fokus und haben teils kürzere Wartezeiten, sind aber genauso reguläre eingetragene Genossenschaften.
Bei manchen Genossenschaften ja. Die GWG "Berliner Bär" eG etwa setzt auf einen persönlichen Termin bei der Mitgliederabteilung als ersten Schritt.
Nein. Eine parallele Suche am freien Mietmarkt überbrückt sinnvoll die oft lange Wartezeit.
Ja. Die Berliner Baugenossenschaft hat beispielsweise erst kürzlich ein digitales Bewerbungsformular eingeführt, um aktiv neue Mitglieder zu gewinnen.