
Die Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist die kostenlose Auskunft darüber, welche Daten die SCHUFA zu dir gespeichert hat, inklusive deines Scores. Du forderst sie selbst an, und sie ist für deine eigene Kontrolle gedacht, nicht als Bewerbungsunterlage. Wartelisten in Hamburg findest du bei Waitly.
Zuletzt aktualisiert: 13. September 2026.
Jede Person kann bei Auskunfteien erfahren, welche Daten dort über sie gespeichert sind. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass diese Auskunft kostenfrei ist und bei der SCHUFA Datenkopie nach Art. 15 DSGVO heißt. Sie enthält mehr Angaben, als ein Vermieter sehen muss. Kontrolliere sie vor der Wohnungssuche, damit du falsche Einträge rechtzeitig korrigieren lassen kannst.
Eine vollständige Übersicht deiner gespeicherten Daten. Dazu gehören laufende und abgeschlossene Verträge, Zahlungsstörungen, Anfragen von Unternehmen und der Score.
Der Zweck ist Kontrolle, nicht Vorlage. Genau deshalb ist sie umfangreicher als das, was für eine Mietentscheidung benötigt wird, und genau deshalb darf ein Vermieter sie nicht von dir anfordern.
Direkt bei der Auskunftei, nicht über Vermittler. Die Verbraucherzentrale nennt für die SCHUFA den Weg über meineSchufa.de und dort die Auswahl der Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. Die Auskunft wird postalisch versendet.
Achte darauf, wirklich das kostenlose Produkt auszuwählen. Es gibt daneben kostenpflichtige Abos und Zusatzprodukte, die für die reine Kontrolle deiner Daten nicht nötig sind.
Mindestens einmal jährlich. Die Verbraucherzentrale hält fest, dass eine Auskunft im Jahr in jedem Fall kostenlos ist, und dass auch zusätzliche Auskünfte nach der Korrektur falscher Einträge kostenlos sind.
Das ist praktisch relevant: Wenn du einen Eintrag korrigieren lässt, kannst du dir das Ergebnis mit einer frischen Datenkopie bestätigen lassen, ohne dafür zu zahlen.
Zwei Stellen anschreiben, nicht nur eine. Fordere die Korrektur sowohl bei der Auskunftei als auch bei dem Unternehmen, das die Daten gemeldet hat.
Während der Prüfung muss die Auskunftei den bestrittenen Eintrag für die Weitergabe an Dritte sperren. Das ist der Grund, warum sich ein Widerspruch auch dann lohnt, wenn die Prüfung dauert: Ein gesperrter Eintrag geht in dieser Zeit nicht an einen anfragenden Vermieter. Die Verbraucherzentrale beschreibt das Vorgehen im Detail.
Weil sie zu viel verrät. Für die Mietentscheidung ist nur relevant, ob du die Miete zahlen kannst, nicht bei welcher Bank du bist oder welche Verträge du laufen hast.
Wenn du dennoch die vollständige Auskunft weitergibst, schwärze alle nicht erforderlichen Angaben, etwa Konto- und Kreditkartennummern. Für die Bewerbung selbst ist der auf Mietzwecke beschränkte Bonitätsnachweis das richtige Dokument.
Fordere die Datenkopie an, bevor du dich auf Wohnungen bewirbst, nicht mittendrin. So hast du Zeit, falsche Einträge sperren und korrigieren zu lassen, und du weißt vorher, was ein Vermieter zu sehen bekommen würde. Parallel lohnt es sich, mehrere Listen offen zu halten: Du kannst dich über Waitly für Wartelisten eintragen und dich zusätzlich für Interessentenlisten anmelden.
Tatsächlich verlangen darf ein Vermieter nur einen auf Mietzwecke beschränkten Bonitätsnachweis, und das erst unmittelbar vor Vertragsschluss. Zu den Löschfristen und zum Vorgehen bei einem negativen Eintrag haben wir eigene Artikel. Einen Überblick über die Suchwege gibt der Artikel zu Portalen für Mietwohnungen.
Nein. Eine Auskunft im Jahr ist in jedem Fall kostenlos, ebenso zusätzliche Auskünfte nach der Korrektur falscher Einträge.
Das variiert. Die Auskunft wird postalisch versendet, plane deshalb einige Tage ein und fordere sie vor dem Beginn der Wohnungssuche an.
Ja. Der Score gehört zu den Angaben, die dir mitgeteilt werden.
Nein. Deine eigene Abfrage ist keine Anfrage eines Unternehmens und fließt nicht in die Bewertung deiner Zahlungsfähigkeit ein.