Seit März 2026 gilt ein neues, transparentes SCHUFA-Scoring. (Photo by Mika Baumeister on Unsplash)

Kategorie

Mietwohnung

Artikel von

Waitly

March 17, 2026

SCHUFA-Score-Mythen: Was Ihre Bonität wirklich beeinflusst

Um den SCHUFA-Score kursieren viele Mythen, die bei der Wohnungssuche unnötig verunsichern. Seit März 2026 lässt sich vieles davon sogar direkt widerlegen, denn die SCHUFA hat ihr Scoring-Modell grundlegend transparenter gemacht. Wer die tatsächlichen Faktoren kennt, kann seine Bonität gezielter verbessern statt auf Gerüchte zu vertrauen.

Was hat sich am SCHUFA-Score seit März 2026 geändert?

Seit dem 17. März 2026 berechnet die SCHUFA ihren Score nach einem neuen Modell. Wie Check24 berichtet, fließen statt rund 250 unklaren Merkmalen nur noch zwölf klar benannte Kriterien ein, und die Skala wurde von einem Prozentwert (0 bis 100 %) auf eine Punkteskala von 100 bis 999 umgestellt. Das am stärksten gewichtete Kriterium sind weiterhin Zahlungsausfälle. Ältere Artikel, die noch von einem Score "zwischen 90 und 100" sprechen, beziehen sich auf das alte, inzwischen abgelöste Modell.

Mythos: Die eigene SCHUFA-Auskunft prüfen verschlechtert den Score

Falsch. Ihre eigene Datenkopie oder ein BonitätsCheck anzufordern, wirkt sich laut kreditvergleich.net nicht negativ auf Ihre Kreditwürdigkeit aus. Lediglich mehrere echte Kreditanfragen bei verschiedenen Banken innerhalb kurzer Zeit können aus Sicht der Banken auffällig wirken, nicht die reine Selbstauskunft.

Mythos: Wer keine Schulden hat, hat automatisch den besten Score

Auch das ist ein Irrtum. Nach dem neuen Modell verbessert ein bereits vollständig zurückgezahlter Kredit den Score sogar, weil er eine nachgewiesene, verlässliche Rückzahlung dokumentiert. Reine Schuldenfreiheit ohne jede Zahlungshistorie liefert der SCHUFA schlicht weniger Datenpunkte, aus denen sie Zuverlässigkeit ableiten kann.

Mythos: Persönliche Merkmale wie Wohnort oder Einkommen fließen ein

Das neue Modell schließt Alter, Geschlecht, Einkommen, Vermögen, Staatsangehörigkeit und die Postleitzahl als eigenständige Faktoren ausdrücklich aus. Lediglich die Dauer, seit der Sie an Ihrer aktuellen Adresse gemeldet sind, zählt als einer der zwölf Faktoren, nicht die Adresse oder Gegend selbst.

Fazit

Der SCHUFA-Score ist seit März 2026 transparenter, aber nicht automatisch einfacher zu verstehen. Wer weiterhin von einem Score "zwischen 90 und 100" oder von schädlichen Selbstauskünften ausgeht, verlässt sich auf veraltetes oder falsches Wissen. Was ein Vermieter von diesem neuen Score überhaupt zu sehen bekommt, erklären wir im Überblick zu den Datenschutzgrenzen der SCHUFA für Vermieter.

Häufig gestellte Fragen

Auf welcher Skala wird der SCHUFA-Score seit 2026 angegeben?

Auf einer Punkteskala von 100 bis 999, nicht mehr als Prozentwert zwischen 0 und 100.

Verschlechtert das Prüfen der eigenen Bonität den Score?

Nein, eine eigene Selbstauskunft oder ein eigener BonitätsCheck wirkt sich nicht negativ auf Ihren Score aus.

Fließt mein Einkommen in den SCHUFA-Score ein?

Nein, das neue Modell schließt Einkommen und Vermögen ausdrücklich als Faktoren aus.

Hilft es dem Score, alte, bereits abbezahlte Kredite zu verschweigen?

Nein, ein nachweislich zurückgezahlter Kredit wirkt sich tendenziell positiv aus, da er verlässliches Zahlungsverhalten belegt.