Bunte Berliner Altbaufassaden in Weiß und Orange mit Balkonen, davor ein Straßencafé mit Bäumen.

Kategorie

Wirtschaft

Artikel von

Waitly

March 16, 2026

Mietpreise in Berlin nach Bezirk: Wo es teuer und wo es günstig ist

Berlin hat keinen einheitlichen Mietmarkt. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Bezirk liegen laut Wohnungsmarktbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) für 2024 fast 75 Prozent Preisunterschied, bei vergleichbarer Wohnfläche.

Die teuersten Bezirke 2024

Laut IBB-Wohnungsmarktbericht lag die mittlere Angebotsmiete 2024 in folgenden Bezirken am höchsten:

  • Mitte: 19,91 €/qm

  • Friedrichshain-Kreuzberg: 19,42 €/qm

  • Charlottenburg-Wilmersdorf: 19,39 €/qm

In einzelnen gefragten Kiezen dieser Bezirke sind laut Berichten sogar Quadratmeterpreise von 25 bis 30 Euro keine Seltenheit, vor allem bei Neubauten und sanierten Altbauwohnungen in zentraler Lage.

Der günstigste Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

Am unteren Ende lag 2024 Marzahn-Hellersdorf mit einer mittleren Angebotsmiete von 11,38 €/qm, deutlich unter dem gesamtstädtischen Durchschnitt. Wer bereit ist, etwas weiter vom Zentrum entfernt zu wohnen, findet hier noch Wohnungen für unter 15 Euro pro Quadratmeter, ein Preisniveau, das in den Innenstadtbezirken kaum noch zu finden ist.

Wichtig: Bezirkszahlen sind Angebotsmieten, nicht Mietspiegel-Werte

Diese Bezirkszahlen bilden Angebotsmieten für neu inserierte Wohnungen ab, nicht den amtlichen Mietspiegel-Durchschnitt von 7,21 Euro pro Quadratmeter für Bestandsmieten. Der Mietspiegel selbst unterscheidet zusätzlich nach drei Wohnlage-Kategorien, einfach, mittel und gut, sowie nach Baujahr und Wohnungsgröße. So liegt laut Mietspiegeltabelle 2024 die Nettokaltmiete für Altbauwohnungen bis Baujahr 1918 in einfacher Wohnlage bei 60 bis 90 Quadratmetern im Mittel bei 6,96 Euro pro Quadratmeter, mit einer Spanne von 5,29 bis 10,39 Euro.

Was das für die Wohnungssuche bedeutet

Ein pauschaler "Berlin-Durchschnitt" verschleiert eher, als dass er hilft. Wer eine bezahlbare Wohnung sucht, sollte gezielt Bezirke mit niedrigerer Angebotsmiete wie Marzahn-Hellersdorf, Spandau oder Teile von Lichtenberg in die Suche einbeziehen, statt sich ausschließlich auf die zentralen, hochpreisigen Bezirke zu konzentrieren. Die Pendelzeit ins Zentrum ist dabei oft der entscheidende Kompromiss. Konkrete Beispiele, was verschiedene Wohnungsgrößen beim Mietspiegel-Durchschnitt kosten, finden Sie in unserem Budget-Guide für Berlin.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Berliner Bezirk hat die höchste Miete?

Laut IBB-Wohnungsmarktbericht 2024 ist Mitte mit einer mittleren Angebotsmiete von 19,91 Euro pro Quadratmeter der teuerste Bezirk, knapp vor Friedrichshain-Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf.

Welcher Bezirk ist am günstigsten?

Marzahn-Hellersdorf mit einer mittleren Angebotsmiete von 11,38 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2024.

Warum unterscheiden sich Bezirkszahlen vom Mietspiegel-Durchschnitt?

Bezirkszahlen bilden meist aktuelle Angebotsmieten ab, der Mietspiegel dagegen den Durchschnitt aller Bestandsmieten, unterteilt nach Wohnlage, Baujahr und Größe.

Was bedeutet "einfache, mittlere und gute Wohnlage" im Mietspiegel?

Der Berliner Mietspiegel unterscheidet drei Kategorien der Wohnumgebung, die sich auf die Qualität der Lage im Vergleich zum übrigen Stadtgebiet beziehen und die zulässige Vergleichsmiete mitbestimmen.