
München ist die teuerste Großstadt Deutschlands für Mieter. Wie stark sich das im Portemonnaie bemerkbar macht, hängt vor allem von der Wohnungsgröße ab, denn kleinere Wohnungen sind in München pro Quadratmeter überproportional teurer als große.
Für eine Einzimmerwohnung mit etwa 30 bis 35 Quadratmetern liegt die Nettokaltmiete in München nach aktuellem Mietspiegel häufig zwischen 500 und 650 Euro, je nach Lage und Baujahr. Da kleine Wohnungen einen höheren Quadratmeterpreis haben als große, zahlen Singles in München anteilig mehr pro Quadratmeter als Familien in größeren Wohnungen.
Eine Zweizimmerwohnung mit rund 55 bis 60 Quadratmetern bewegt sich meist im Bereich von 850 bis 1.100 Euro Kaltmiete. Hinzu kommen die Nebenkosten, die für eine Wohnung dieser Größe nach dem bundesweiten Betriebskostenspiegel bei rund 150 bis 190 Euro monatlich liegen können, womit die Warmmiete häufig die 1.000-Euro-Marke überschreitet.
Für eine Dreizimmerwohnung mit etwa 80 Quadratmetern, dem in vielen Vergleichsrechnungen genutzten Referenzwert, liegt die Kaltmiete häufig zwischen 1.200 und 1.500 Euro. Der genaue Betrag hängt stark vom Stadtteil ab: In zentralen Lagen wie der Maxvorstadt oder Schwabing liegen die Werte am oberen Ende, in Außenbezirken wie Trudering oder Feldmoching eher am unteren.
München liegt seit Jahren an der Spitze der bundesweiten Mietrangliste, deutlich über dem BBSR-Bundesdurchschnitt von rund 11 Euro pro Quadratmeter bei Angebotsmieten. Hauptgründe sind die anhaltend hohe Nachfrage durch Zuzug, der begrenzte Neubau innerhalb der Stadtgrenzen und die hohe Kaufkraft vieler ansässiger Unternehmen, die das gesamte Preisniveau nach oben ziehen.
Wer in München sparen will, hat vor allem drei Hebel: erstens die Suche auf Außenbezirke und angrenzende Umlandgemeinden mit S-Bahn-Anschluss ausweiten, zweitens eine WBS-Berechtigung prüfen, die Zugang zu geförderten Wohnungen mit gedeckelter Miete eröffnet, und drittens genossenschaftliche Wohnungsangebote in Betracht ziehen, die oft unter Marktniveau vermietet werden.
Die Wohnkosten in München unterscheiden sich stark nach Wohnungsgröße: Kleine Wohnungen sind pro Quadratmeter am teuersten, größere Wohnungen bieten relativ betrachtet das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer die Stadtteile und Wohnungsgrößen realistisch vergleicht, findet auch in München noch Unterschiede von mehreren hundert Euro im Monat.
Meist zwischen 500 und 650 Euro Kaltmiete für 30 bis 35 Quadratmeter, abhängig von Lage und Baujahr.
Weil Fixkosten wie Küche, Bad und Erschließung sich bei kleinen Wohnungen auf weniger Fläche verteilen, was den Quadratmeterpreis erhöht.
Außenbezirke wie Trudering, Feldmoching oder Umlandgemeinden mit S-Bahn-Anschluss liegen meist deutlich unter den Preisen zentraler Lagen wie Schwabing oder der Maxvorstadt.
Durch eine Suche in Außenbezirken, eine WBS-Berechtigung für geförderte Wohnungen oder genossenschaftliche Wohnungsangebote unter Marktniveau.