Modernes Eckgebäude mit gebogener Fassade und Balkonen vor blauem Himmel.

Kategorie

Immobilienmarkt

Artikel von

Waitly

March 16, 2026

Mietpreisbremse Hamburg: Schutz vor hohen Mieten

Hamburg begrenzt seit 2015 die Miete bei Neuvermietungen über die Mietpreisbremse. Seit dem 1. Januar 2026 wurde die Regelung erneut um vier Jahre verlängert und gilt nun bis zum 31. Dezember 2029 für das gesamte Stadtgebiet.

Wie funktioniert die Mietpreisbremse in Hamburg?

Nach § 556d BGB darf die Miete bei einem neuen Mietvertrag höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, die sich aus dem Hamburger Mietenspiegel ergibt. Die Stadt hat die zugrunde liegende Verordnung mit Wirkung zum 1. Januar 2026 für vier weitere Jahre verlängert, bis zum 31. Dezember 2029, wie die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mitteilt.

Wie hoch darf die Kaltmiete in Hamburg sein?

Die zulässige Kaltmiete ergibt sich aus der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietenspiegel plus höchstens zehn Prozent. Ausgenommen sind Neubauten, die erstmals nach dem 1. Oktober 2014 bezugsfertig waren, sowie umfassend modernisierte Wohnungen. Für diese Fälle greift die Mietpreisbremse nicht, wohl aber andere Regeln, etwa zur Modernisierungsumlage.

Was gilt für Mieterhöhungen bei laufenden Verträgen?

Bei einem bestehenden Mietverhältnis gilt statt der Mietpreisbremse die Kappungsgrenze nach § 558 Absatz 3 BGB: Die Miete darf innerhalb von drei Jahren um höchstens 15 Prozent steigen, sofern das Gebiet als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen ist, sonst um 20 Prozent. Details dazu erklärt der Mieterverein zu Hamburg.

Für welche Mietverträge gilt die Mietpreisbremse?

Sie gilt für Neuvermietungen von Bestandswohnungen. Möblierte Wohnungen und Verträge mit vereinbarter Indexmiete können abweichenden Regeln unterliegen; prüfen Sie hier im Zweifel den konkreten Mietvertrag.

Was tun bei einem Verstoß?

Vermuten Sie, dass eine Miete gegen die Mietpreisbremse verstößt, vergleichen Sie zunächst die geforderte Miete mit der ortsüblichen Vergleichsmiete im Hamburger Mietenspiegel. Bei einer Abweichung hilft eine schriftliche Rüge gegenüber dem Vermieter sowie eine Beratung beim Mieterverein zu Hamburg weiter.

Fazit

Die Mietpreisbremse begrenzt in Hamburg Mieterhöhungen bei Neuvermietungen auf zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete und gilt seit Januar 2026 bis Ende 2029 für das gesamte Stadtgebiet. Für bestehende Mietverhältnisse gilt stattdessen die Kappungsgrenze.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Mietpreisbremse in Hamburg?

Die Miete bei Neuvermietung darf höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, ermittelt über den Hamburger Mietenspiegel.

Gilt die Mietpreisbremse noch in Hamburg?

Ja, sie wurde zum 1. Januar 2026 für vier weitere Jahre verlängert und gilt bis zum 31. Dezember 2029 für das gesamte Stadtgebiet.

Wie hoch kann eine Mieterhöhung bei einem bestehenden Vertrag in Hamburg sein?

Nach der Kappungsgrenze höchstens 15 Prozent innerhalb von drei Jahren in angespannten Gebieten, sonst 20 Prozent. Das ist eine andere Regel als die Mietpreisbremse.

Für welche Mietverträge gilt die Mietpreisbremse?

Für Neuvermietungen von Bestandswohnungen. Neubauten nach dem 1. Oktober 2014 und umfassend modernisierte Wohnungen sind ausgenommen.

Gibt es Ausnahmen von der Mietpreisbremse?

Ja, unter anderem Neubauten, umfassend modernisierte Wohnungen sowie möblierte Wohnungen und Indexmietverträge mit abweichenden Regeln.

Einen bundesweiten Überblick zur Mietpreisbremse bietet Mietpreisbremse in Deutschland: Schutz für Mieter. Den Hamburger Mietenspiegel im Detail zeigt Mietenspiegel Hamburg Rechner: Mieten verstehen & planen. Passende Angebote in Hamburg finden Sie über die Waitly Suche.