
Die "durchschnittliche Miete in Deutschland" ist keine einzelne Zahl. Je nachdem, ob eine bestehende oder eine neu inserierte Wohnung gemeint ist, und ob es sich um eine Großstadt oder eine ländliche Region handelt, liegen die realen Werte weit auseinander.
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ermittelt jährlich zwei zentrale Kennzahlen für Deutschland:
Bestandsmiete (laufende Mietverträge): 7,76 € pro Quadratmeter im Schnitt
Angebotsmiete (Neuvermietung): 11,11 € pro Quadratmeter im Schnitt
Der Abstand von rund 43 Prozent zwischen beiden Werten erklärt sich dadurch, dass viele Bestandsverträge schon lange laufen und Mieterhöhungen durch die gesetzliche Kappungsgrenze begrenzt sind, während neu abgeschlossene Verträge sich am aktuellen Marktpreis orientieren.
Innerhalb Deutschlands schwankt die Angebotsmiete stark nach Regionstyp:
Großstädte (kreisfreie Städte): rund 14 € pro Quadratmeter
Ländliche, dünn besiedelte Kreise: rund 8,64 € pro Quadratmeter
Am teuersten ist München mit 21,01 Euro pro Quadratmeter bei Neuvermietung, gefolgt von den angrenzenden Landkreisen Starnberg und Fürstenfeldbruck. Am günstigsten sind Teile Sachsens und Thüringens, etwa der Vogtlandkreis, der Erzgebirgskreis und der Landkreis Greiz, wo Wohnungen im Schnitt für unter sechs Euro pro Quadratmeter angeboten werden.
Wenn Sie aktuell auf Wohnungssuche sind, ist die Angebotsmiete die realistischere Planungsgrundlage, nicht der niedrigere Bestandsmieten-Durchschnitt. Für eine 60-Quadratmeter-Wohnung ergibt sich daraus, je nach Region:
Ländlich (8,64 €/qm): rund 518 € Kaltmiete
Großstadt (14 €/qm): rund 840 € Kaltmiete
München (21,01 €/qm): rund 1.261 € Kaltmiete
Dazu kommt jeweils die Nebenkostenvorauszahlung, die laut Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds bundesweit im Schnitt bei 2,28 Euro pro Quadratmeter liegt, mit einem Höchstwert von 2,87 Euro bei voller Umlage aller zulässigen Kostenarten.
Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Metropolregionen und wenige Landkreise ziehen bei den Mieten immer weiter davon, während der Rest des Landes vergleichsweise stabil bleibt. Diese Entwicklung wird unter anderem von Zuzug, begrenztem Neubau und der Verfügbarkeit gut angebundener Wohnlagen getrieben.
Laut BBSR liegt die durchschnittliche Bestandsmiete bei 7,76 Euro pro Quadratmeter, die Angebotsmiete für Neuvermietungen bei 11,11 Euro pro Quadratmeter.
München mit 21,01 Euro pro Quadratmeter bei Neuvermietung im Jahr 2025, laut BBSR die teuerste Wohnlage Deutschlands.
In Teilen Sachsens und Thüringens, etwa im Vogtlandkreis, Erzgebirgskreis und Landkreis Greiz, wo Wohnungen im Schnitt für unter sechs Euro pro Quadratmeter angeboten werden.
Bestandsmieten laufender Verträge sind durch die gesetzliche Kappungsgrenze bei Erhöhungen limitiert, während Neuvermietungen sich am aktuellen Marktpreis orientieren. Der Unterschied liegt laut BBSR bundesweit bei rund 43 Prozent.