
Statt einer pauschalen Zahl hilft eine konkrete Rechnung nach Wohnungsgröße weiter, um einzuschätzen, ob ein Mietangebot fair oder überteuert ist. Als Grundlage dient der bundesweite Durchschnitt für Betriebskosten von 2,28 Euro pro Quadratmeter im Monat (Deutscher Mieterbund), kombiniert mit unterschiedlichen Kaltmiet-Niveaus.
Bei einer durchschnittlichen Kaltmiete von 9 Euro pro Quadratmeter (mittelgroße Stadt) ergibt sich für 32 Quadratmeter:
Kaltmiete: ca. 288 €
Nebenkosten-Vorauszahlung: ca. 73 €
Warmmiete gesamt: ca. 361 €
In einer der sieben größten deutschen Städte liegt die Kaltmiete für dieselbe Fläche eher bei 14 bis 18 Euro pro Quadratmeter, die Warmmiete steigt dann auf 520 bis 650 Euro.
Für eine 58-Quadratmeter-Wohnung zum mittleren Mietniveau von 10 Euro pro Quadratmeter:
Kaltmiete: ca. 580 €
Nebenkosten-Vorauszahlung: ca. 132 €
Warmmiete gesamt: ca. 712 €
In gefragten Lagen der Top-7-Städte sind für dieselbe Größe Kaltmieten von 900 bis über 1.200 Euro keine Seltenheit, was die Warmmiete auf 1.050 bis 1.400 Euro treibt.
Kaltmiete (10 €/qm, 85 qm): ca. 850 €
Nebenkosten-Vorauszahlung: ca. 194 €
Warmmiete gesamt: ca. 1.044 €
Teilen Sie die im Exposé genannte Kaltmiete durch die Wohnfläche in Quadratmetern. Liegt der Wert deutlich über dem örtlichen Mietspiegel (bei den meisten Städten online über die Stadtverwaltung oder den Mieterverein abrufbar), lohnt sich eine genauere Prüfung, ob die Miete tatsächlich marktüblich ist oder eine mögliche Verletzung der Mietpreisbremse vorliegt. Bei der Nebenkosten-Vorauszahlung gilt: Liegt sie deutlich über 2,87 Euro pro Quadratmeter (dem oberen Richtwert des Mieterbunds für alle zulässigen Kostenarten zusammen), ist das ein Warnsignal für eine überhöht angesetzte Pauschale.
Teilen Sie die Kaltmiete durch die Quadratmeterzahl und vergleichen Sie den Wert mit dem örtlichen Mietspiegel. Eine Abweichung von mehr als 20 Prozent nach oben kann in angespannten Wohnungsmärkten sogar gegen die Mietpreisbremse verstoßen.
Zwischen 2,28 Euro (Durchschnitt) und 2,87 Euro (oberer Richtwert bei vollständiger Kostenumlage) pro Quadratmeter im Monat, je nach Gebäudealter und Energiestandard.
Weil die Warmmiete der tatsächliche monatliche Abbuchungsbetrag ist. Die Kaltmiete allein sagt nichts über die Gesamtbelastung aus, solange die Nebenkosten nicht mitgerechnet werden.
Ja, kleinere Wohnungen haben oft einen höheren Kaltmietpreis pro Quadratmeter als große Wohnungen, weil Bad, Küche und Erschließung unabhängig von der Wohnungsgröße Fixkosten verursachen.